LJ Bogen

Silvester und Neujahr

Silvester und Neujahr

Ih wünsch eng a glücklichs neues Jahr.
Die Mutter Gottes am Hochaltar,
‘s Christkindl ah daneben!
Tua a paar Sechserl hergeben!

Der 31. Dezember ist nach dem Papst Silvester I. benannt der im Jahr 335 verstorben ist. Erst seit 1691 wird an diesem Tag der Jahreswechsel gefeiert. Der 31. Dezember galt für die ländliche Bevölkerung als dritte und damit „dürre“ Raunacht. Hier war es Brauch Haus und Hof auszuräuchern um sich von dunklen Wesen die in den Raunächten herumziehen zu schützen.

Der Neujahrstag hat immer schon als Schicksalstag gegolten. Darum wurde darauf geachtet, dass dieser Tag so gut wie möglich verlief. Dazu mussten Haus und Hof aufgeräumt sein. Wenn man am Morgen des Neujahrstages einem Schwein begegnete, so hieß es, steht dem Glück nichts mehr im Weg. Weiters heiß es am Neujahrsmorgen bald aufstehen, da man ansonsten das ganze Jahr müde ist. Heute wird oft mithilfe von Bleigießen oder Pantoffelwerfen das Orakel über Glück oder Pech im kommenden Jahr befragt. Bei den Silvesterfeiern steht heute die Ausgelassenheit im Vordergrund, bei Musik, Tanz und einem bombastischen Feuerwerk wird vielerorts um Mitternacht das neue Jahr lautstark eingeleitet. Durch diese Lärmbräuche, wie eben das Feuerwerk oder auch die Prangerschützen soll das alte Jahr verabschiedet und das Neue begrüßt werden. Der Lärm soll auch das Getreide das unter der Erde schlummert und die Natur aufwecken und böse Geister und Dämonen vertreiben.

Traditionell ist um 24 Uhr in Radio und Fernsehen die größte Glocke des Stephansdomes und der Donauwalzer zu hören. Es wird mit Sekt auf das neue Jahr angestoßen, gute Wünsche werden ausgetauscht und oft wird zu diesen Klängen auch Walzer getanzt.

Die Glücksbringer die an Silvester Freunden und Familie geschenkt werden sollen für Glück im nächsten Jahr sorgen.

Jeder davon hat seine eigene Bedeutung:

- Das Glücksschwein bringt Wohlstand.
- Der Glückspilz gilt als Hinweis auf das Finderglück.
- Das Kleeblatt steht als Sinnbild für Lebenskraft.
- Das Hufeisen galt aufgrund des Eisens aus dem es besteht als zauberabwehrend.
- Der Rauchfangkehrer bekommt seine Bedeutung durch seine Nähe zum (Fege-)Feuer, dem „heiligen Herd“, dessen Rauch die Ungeister vertreibt.
- Der Glücksgroschen ist ein Zeichen für Vermehrung des Geldes.
- Der Fisch steht für das Vorankommen im Leben.

 

Bei der Landjugend ist es seit Jahren die Tradition den Jahreswechsel gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen und dies auch gebührend zu feiern.