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Liebstattsonntag

Liebstattsonntag

Gegen jede Art von Schmerz hilft ein echtes Liebstattherz.

Der Liebstattsonntag ist ein typisch oberösterreichischer Brauch zwischen Salzkammergut, Traunviertel und Mühlviertel, welcher am vierten Sonntag der Fastenzeit begangen wird.

Mit dem lateinischen Wort „laetare“ für „Freue dich, Jerusalem!“ beginnt der Introituspsalm an diesem Sonntag. Die Gewissheit des nahen Sommerbeginns und die Vorfreude auf Ostern prägen diesen Tag. Der Aufruf zur Freude (Lätare = freue dich!) hebt diesen Sonntag aus der Reihe der "Sonntage in den Fasten" hervor, er wurde darum einst auch "Klein-Ostern" genannt und ist durch eine eigene liturgische Farbe (rosa) ausgezeichnet.

1641 führte die Corpus Christi-Bruderschaft in Gmunden den Brauch ein, am Laetare-Sonntag ein Gelöbnis der brüderlichen Liebe und Glaubenstreue abzulegen und die Armen der Stadt zum gemeinsamen Mahl einzuladen. Damit wollten sie ihre „Liabb´státt´n“ (‚Liebe bestätigen‘).

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Brauch gewandelt. An die Stelle von Armenspeisungen traten Lebkuchenherzen, die als Dank für erhaltene Liebe verschenkt werden. Ledige Burschen taten ihren Angebeteten mit einem Liebstattherz ihren Willen zur Verlobung kund.

Verzierte Lebkuchenherzen lassen sich allerdings erst zu Beginn der 1930er Jahre nachweisen. Der Liebstattsonntag in der heutigen Form ist also ein Ergebnis der Folklorisierung, die mit der Gründung der Trachtenvereine einhergeht, deren Ziel es zu Beginn des 20. Jahrhunderts war, „die Sitte und den Brauch als wertvollstes Kulturgut am Leben zu erhalten“. Alsbald luden Trachtenvereine, wie auch heute noch, zu Liebstattfeiern und Liebstatttanz.

Der Liebstattsonntag in Gmunden wurde im Jahr 2014 in die Liste der "Immateriellen Kulturgüter der UNESCO" aufgenommen.

 

In Alberndorf wir der Brauch von der Goldhaubengruppe gelebt und weitergetragen. Traditionell gibt es am Liebstatt-Sonntag nach den heiligen Messen Lebkuchenherzen am Ortsplatz zu kaufen.

 

Introitus Psalm am Liebstattsonntag:

Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich alle, die ihr sie lieb habt. [Freuet euch mit ihr alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.] Denn ihr sollt satt werden von dem Brunnen ihres Trostes und sollt euch ergötzen an der Fülle ihrer Herrlichkeit.

Liebstattsonntag

Der vierte Sonntag in der Fastenzeit wird auch als Liebstattsonntag bezeichnet. Der Name leitet sich dabei von „Lieb b`statten“ ab, was so viel wie „Liebe bestätigen“ bedeutet.
Den Brauch gibt es seit dem 17. Jahrhundert und wurde in Gmunden eingeführt um ein Gelöbnis der brüderlichen Liebe abzulegen und den Armen der Stadt Essen abzugeben und damit die Liebe der Menschen untereinander zu zeigen.
Heute gilt er als „Tag der Liebenden“, an welchem man sich gegenseitig mit Lebkuchenherzen, welche mit Motiven und Sprüchen verziert sind beschenkt.
Mittlerweile wird der Liebstattsonntag nicht nur in Gmunden gefeiert, sondern ist in ganz Oberösterreich verbreitet. Teilweise werden neben dem Verteilen der Lebkuchenherzen auch noch große Liebstattfeiern oder auch Liebstatttänze veranstaltet.