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Erntedank

Erntedank

„Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinem Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.“

Erntedank ist eine traditionelle Feier der Christen nach der Ernte im Herbst, um Gott für die Gaben der Ernte Dank zu erweisen. Es soll nicht nur Dank gezeigt, sondern auch daran erinnert werden, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen.

Es wird in den Pfarren zu unterschiedlichen Terminen gefeiert, im Allgemeinen an einem Sonntag zwischen Ende September (Michaelitag am 29. September) und Mitte Oktober.

Das Erntedankfest selbst kann durchaus unterschiedlich gefeiert werden. Zumeist wird aus Kornähren eine sogenannte Erntekrone geflochten und man trifft sich – vor allem in ländlichen Gemeinden – an einem öffentlichen Platz. Von dort findet dann eine feierliche Prozession zur Kirche statt, bei der die kunstvoll gestaltete Erntekrone, Kränze sowie Erntegaben (Brot, Getreidekörner, Gemüse, Obst, Wein und Blumen) mitgeführt und gesegnet werden.

Das heutige kirchliche Erntedankfest lässt sich auf einen weltlichen Brauch des bäuerlichen Arbeitslebens zurückführen, den die Kirche im 18. Jahrhundert aufgriff. Früher überreichten Gesinde und Erntearbeiter den Bauern nach Abschluss der

Erntearbeiten einen Kranz aus geflochtenem Getreide. Daraufhin bekamen sie in der Regel ein Festessen serviert. Dieser Kranz lebt heute in den festlich geschmückten Erntekränzen weiter, die während der Prozession in die Kirche getragen wird.

Jedoch gab es schon in vorchristlicher Zeit und in anderen Ländern ähnliche Feste und Brauchtümer. Das Erntedankfest, so nimmt man an, basiert auf den Feiern der Römer die dadurch schon vor mehr als zwei Jahrtausenden für die Gaben gedankt

haben - die nötig waren um für den Winter gerüstet zu sein.

 

Gebet:

Jedes Tierlein hat sein Essen,

jede Blume trinkt von dir,

hast auch unser nicht vergessen,

lieber Gott wir danken dir.

Amen