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Aprilscherz

Aprilscherz

Am ersten April schickt man den Esel wohin man will!

Seit dem 16. Jahrhundert werden am 1. April die Aprilscherze ausgelebt. An diesem Tagwerden Familie, Freunde und Arbeitskollegen ausgedachte Geschichten oder Scherze erzählt, ums sie in die Irre zu führen und sie damit „in den April zu schicken“. Als Auflösung des Schwindels dient zumeist der Ruf „April, April“. Auch viele Medien nutzen diesen Tag um mit Hilfe von „Zeitungsenten“ Humor zu zeigen.

Die Tradition des Aprilscherzes gibt es in den meisten europäischen Ländern sowie in Nordamerika. In Spanien und Lateinamerika wird der Brauch am 28. Dezember praktiziert, dem „Día de los Santos Inocentes“ (Tag der unschuldigen Kinder).

Der genaue Ursprung des Aprilscherzes ist unklar. Jedoch gibt es ein paar mögliche Erklärungen für die Entstehung:

1. Erklärung: Kalenderreform

Der französische König Karl IX hat im Jahr 1564 die Zeiteinteilung des Kalenders verändert. Erverlegte eigenwillig den Neujahrstag vom 1. April auf den 1. Januar. Zum Spaß verschickten einige Menschen am 1. April weiterhin Einladungen zu Neujahrsfesten. Da es damals keine Zeitungen gab, wussten viele Menschen nichts von der Kalenderreform. Zur Schadenfreude folgten deshalb viele Menschen der Einladung. Von Frankreich aus soll sich der Aprilscherz dann in ganz Europa verbreitet haben.

2. Erklärung: Das Aprilwetter

„April, April – er weiß nicht, was er will.“ - so heißt es oft. Eine Erklärung wäre somit das unbeständige und trügerische Aprilwetter, das uns oft täuscht.

3. Erklärung: Aus der Bibel

Der gefallene Engel Luzifer soll am 1. April in die Hölle gekommen sein. Zudem soll der 1. April der Geburtstag von Judas Ischariot sein. Der Jünger Judas Ischariot hat Jesus verraten. Deshalb ist der 1. April für Christen ein Tag des Unglücks, vor dem man sich hüten soll.

4. Erklärung: Der Narrenball

Heinrich IV. (sprich Karl der Vierte) war König von Frankreich und ein Frauenheld. Er soll eine Einladung von einem Mädchen erhalten haben, das er am 1. April in seinem Lustschloss treffen wollte. Das Mädchen erschien nicht, stattdessen traf er dort seinen Hofstaat und seine Frau an, die den „Narrenball“ veranstaltete. So wurde Heinrich IV. in den April geschickt.